"Einer der Hand und Fuß hat und was kann!" - Edzard Reuter über Ergun Can

Veröffentlicht am 29.01.2016 in Veranstaltungen

Am 27. Januar diskutierten Edzard Reuter, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Daimler-Benz AG, und Ergun Can, Landtagskandidat auf den Fildern, über gute Arbeit in einer globalisierten Welt.

Geprägt wird dieses Thema vor allem von den Schlagworten "Industrie 4.0" oder "Wirtschaft 4.0". Doch was versteht man eigentlich darunter? Industrie 4.0 beschreibt die vierte industrielle Revolution nach der Erfindung der Dampfmaschine, der Automatisierung mit Fließband und der Digitalisierung. Gemeint ist damit laut Edzard Reuter die Vernetzung der Produktion, die beispielsweise die Analyse aus der Ferne - über Ländergrenzen hinweg - zulässt.
Dass diese industrielle Revolution die Arbeitswelt verändert, darin sind sich Edzard Reuter und Ergun Can einig. Aber auch darin, dass der Mensch weiterhin im Vordergrund steht und nicht von Robotern ersetzt werden wird. Nicht nur im Handwerk oder in der Pflege sind Menschen als Fachkräfte unersetzlich, auch im industriellen Umfeld werden gut ausgebildete Fachkräfte weiterhin dringend gesucht. "Hierfür müssen das Ausbildungssystem, die dualen Hochschulen und die Universitäten und Fachhochschulen gestärkt werden", so Ergun Can.

 

Ergun Can setzte sich in der Diskussion für die Reglementierung von Werkverträgen und Leiharbeit ein. "Diese Maßnahmen sind wichtig, um kurzfristig hohe Auslastung zu bewältigen. Aber sie dürfen nicht missbraucht werden um Profit zu generieren."
Die Aufgabe der Politik sehen Edzard Reuter und Ergun Can nicht in der Reglementierung der Marktwirtschaft, sondern im Lenken der Wirtschaft, damit das "soziale" in der Marktwirtschaft im Blickfeld bleibt.

 

Ute Vogt, Mdb

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