SPD Sillenbuch Heumaden Riedenberg

 

Luftreinhaltung im Talkessel darf nicht zur Belastung der Außenstadtbezirke werden

Veröffentlicht in Kommunalpolitik

Der Entwurf des Luftreinhalteplans für den Regierungsbezirk Stuttgart (Stand Mai 2017) sieht vor, dass ab dem 1.1.2018 auf einzelnen bestimmten Straßenabschnitten im Stadtgebiet Stuttgart an Tagen mit Feinstaubalarm ein Verbot für Dieselfahrzeuge (bis Euro 4) angeordnet wird. Der Entwurf enthält auch eine Prognose, wie sich diese Fahrverbote auf die Strecken außerhalb des Talkessels auswirken. Die SPD Sillenbuch Heumaden Riedenberg widerspricht jedoch der im Entwurf enthaltenen Aussage, es käme durch die Verkehrsverbote in „keinen Streckenabschnitten zu starken/kritischen Belastungszunahmen“.

Die prognostizierte Verlagerung des Verkehrs geht von 1000-2000 mehr Fahrzeugen auf der Filderauffahrt und der Kirchheimer Straße aus. Bereits heute geht zu den Hauptverkehrszeiten auf der Kirchheimer Straße praktisch nichts mehr. Wie bis zu 2000 Fahrzeuge zusätzlich hier kein Problem darstellen sollen ist unverständlich. Zudem zeigt die Prognose eine Steigerung des Verkehrs in Riedenberg von ca. 500 Fahrzeugen am Tag. Die Anwohner, die bereits jetzt unter dem Durchgangsverkehr leiden werden hier zusätzlich massiv belastet.

Die Fahrverbote im Talkessel führen laut der Prognose zu einer extremen Mehrbelastung des Sillenbucher Stadtbezirks – und dies zudem auch auf Strecken, die mitten durch Wohngebiete führen. Die Mittlere Filderlinie hingegen wird mit der gleichen Maßnahme um bis zu 2000 Fahrzeuge entlastet. Diese fahren eben woanders durch den Sillenbucher Stadtbezirk! Inwiefern dies die Luftreinhaltung in Sillenbuch nicht extrem beeinträchtigen soll ist unklar.

Für die SPD Sillenbuch Heumaden Riedenberg ist eine so starke Mehrbelastung der Außenstadtbezirke durch den Luftreinhalteplan nicht akzeptabel. Die SPD-Ortsvereinsvorsitzende Dr. Julia Möhrmann fordert daher, ebenso wie Ulrich Storz für die SPD-Bezirksbeiratsfraktion wie auch die SPD Gemeinderatsfraktion einen massiven Ausbau und eine Steigerung der Attraktivität des ÖPNV. Dies wäre statt der wenig durchdachten Pläne der Fahrverbote eine echte Alternative zur Reduzierung des Individualverkehrs im Stadtkessel. Und somit ein wirksamer Beitrag zur Reduzierung der Luftschadstoffe.

 

Ute Vogt, Mdb

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